Jeden Tag ein kleines Stück vom Glück
Wie Sie glückliche Momente im Alltag finden und diese Momente nutzen können. Ein Beitrag zur Blogparade "Meine beste Glücksstrategie" von Alexandra Cordes-Guth

Ich wünsche mir ein kleines Stück vom Glück. Doch wie finde ich das? Gibt es eine wirksame Strategie um das Glück zu finden? Diese Frage stellt Alexandra Cordes-Guth in ihrer Blogparade https://alexandracordes-guth.de/aufruf-zur-blogparade-meine-besten-gluecksstrategien/.
Hier verrate ich Ihnen drei meiner Lieblingsstrategien.
Für mich liegt das Glück in den kleinen Dingen und um diese auch zu finden habe ich eine "Aufmerksamkeit-Taschenlampe". Dieses Bild hilft mir, zu sehen was es neben Herausforderungen im Arbeitsleben, Familieleben, bei Freundschaften, in gesellschaftliche Situationen, bei finanzielle Schwierigkeiten, bei Pflege und und und noch so gibt.
Wenn ich den Blick für die kleinen schönen, wohltuenden, verbindenden Momente nicht schärfe, ist die Gefahr alles durch eine dunkle Brille zu sehen sehr hoch. Und wenn ich die dunkle Brille nicht absetzte denken ich alles um mich herum ist düster. Doch nehme ich die Brille ab, dann kann ich kleine Lichtblicke sehen. Und diese Lichtblicke schenken mir kleine Glücksgefühle. Also lohnt es sich die Lichtblicke zu sammeln.
Also was macht mich im Alltag glücklich? Manchmal ist mir Glück zu hoch gegriffen. Doch was, wenn ich überlege wann ich zufrieden bin, innerlich ruhig, begeistert….
....dann kommen die kleinen Momente von dem Kaffee trinken mit der Freundin, dem Mittanzen eines Liedes, dem Schnurren von Nachbars Katze beim Streicheln zum Vorschein.
Ihnen fallen vielleicht noch mehr Momente ein.
Doch in den Anforderungen des Alltags gehen diese Momente oft unbeachtet vorbei. Hier kommt meine Aufmerksamkeits-Taschenlampe ins Spiel.

Jeder von uns kann trainieren diese Momente wahrzunehmen und sie sich auch immer wieder in Erinnerung zu rufen.
Die Bohnenübung
Eine meiner Lieblingsübungen hierfür ist die Bohnenübung. Ich stecke mir morgens eine Handvoll trockener Bohnen in die linke Jackentasche. Jedes Mal wenn ich einen schönen Moment erlebe, dann wechselt eine Bohne in die rechte Tasche. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was das für Momente sein sollen: Die Tage waren es der freundliche Gruß eines Spaziergängers bei der morgendlichen Gassirunde, das erste Schneeglöckchen, das geschenkte Brötchen beim Bäcker weil die Brötchen an diesem Tag zu klein waren, das Dankeschön weil ich schnell auf eine Mail reagiert haben, ein netter Smalltalk mit einem Kollegen….Und jedes mal wandert eine Bohne von links nach rechts.

Am Abend setzen ich mich hin, nehmen die Bohnen aus der rechten Tasche und überlegen bei jeder Bohne für welchen Moment sie steht. Jede Bohne holt eine schöne Erinnerung hervor mit den damit verbundenen guten Gefühlen. Dies hat, wenn ich dies vor dem Schlafen gehen mache, noch den zweiten Effekt, dass ich positiv gestimmt Schlafen gehe.
Je öfters ich dies üben, desto mehr von diesen kleinen Momenten werden ich wahrnehmen. Und so immer kleine Glücksmomente erleben.
Probieren Sie es auch mal aus.
Das Sonnenglas
Die zweite Übung, die ich mag, ist das Sonnenglas. Jedes Mal wenn ich einen schönen Moment erleben, schreiben oder malen ich diesen auf einen Zettel den ich ins Glas werfe. Wenn ich eine Aufmunterung brauchen oder ein Bedürfnis nach guten Gefühlen habe, dann nehmen ich mir eine Zettel und rufen mir die Situation wieder ins Gedächtnis.

Fotografieren
In den letzten Jahren, besonders während der Corona-Pandemie, habe ich gemerkt, dass meine Aufmerksamkeits-Taschenlampe besonders in der Natur aktiv ist.
Ich habe angefangen kleine Momente zu Fotografieren wie z.B. die Regentropfen auf dem Spinnennetz, die Schnecke die einen Ast erklimmt, die Stimmung mit Nebel auf dem Feld……
Nach einem anstrengend Tag schaue ich mir die Fotos gerne an. Auch hier erlebe ich dann oft wie sich ein Lächeln in mein Gesicht stiehlt und der Augenblick ein wenig leichter wird. Der Gedanke "Es gibt noch mehr als all die Belastungen!" steht dann wie eine Leuchtreklame vor mir.

Jetzt kommt von Ihnen vielleicht ein ABER…., "wenn der Tag so voll gepackt ist, dann kann ich doch nicht auch noch….."
Sie brauchen nicht "auch noch" – es geht vielmehr darum in dem Tag wie er ist auf kleine Momente zu achten. Je öfter dies gelingt desto mehr werden Sie solche Momente wahrnehmen.
Für mich liegt das Glück in den kleinen Dingen!
Gelingt es mir immer? Nein, ich vergesse meine Aufmerksamkeits-Taschenlampe gerne mal oder ich leuchte in die falsche Richtung. Doch immer, wenn es mir gelingt fühle ich mich besser, gönnt es mir eine Pause. Also probieren Sie es TROTZDEM.
Wenn es Sie interessiert wie mein TROTZDEM aussehen kann schauen Sie gerne hier rein: https://blog.psychotherapie-dillmann.de/achtsam-uber-hurden-springen/